Tipp: Viele Hobbygärtner fragen sich:„Woher kommen Thripse?“ Meist werden sie mit neu gekauften Pflanzen eingeschleppt oder fliegen durch geöffnete Fenster und Türen ins Gewächshaus. Nebenbei interessant:Die Fransenflügler sind so leicht,dass sie mithilfe des Windes Hunderte bis Tausende Kilometer durch die Luft transportiert werden können!
In Deutschland gibt es etwa 230 Thrips-Arten,weltweit sind es sogar rund 5.500 Arten. 26 Arten gelten laut Pflanzenschutzämtern hierzulande als Schädling. Besonders wichtig sind dabei der Westlicher Blütenthrips (Frankliniella occidentalis),der Paprika,Gurken,Tomaten und Zierpflanzen befällt,und der Zwiebelthrips (Thrips tabaci) an Zwiebelgewächsen,Lauch,Gurken und Kohl. Für die Frage „Was hilft gegen Thripse?“ ist die genaue Artbestimmung allerdings wenig relevant. Wichtiger ist eine kurze Quarantäne,bevor Sie neue Pflanzen ins Gewächshaus einziehen lassen:
Ein Thripsbefall entsteht,wie eingangs schon erwähnt,häufig dort,wo Pflanzen unter Trockenstress stehen und die Luft kaum zirkuliert. Vor allem im Gewächshaus schaffen Hitze und geringe Luftfeuchtigkeit ideale Bedingungen. Automatische Lüftungssysteme helfen dann dabei,Temperatur und Luftaustausch konstant zu halten und so das Risiko eines Befalls deutlich zu reduzieren. Wie gut,dass es technisch ausgefeilte und hochwertig verarbeitete Gewächshäuser wie die von Hoklartherm gibt,bei denen solch ideale Bedingungen leicht zu erhalten sind.
Tipp: Halten Sie neu gekaufte Pflanzen einige Tage lang getrennt vom übrigen Bestand und kontrollieren Sie sie mehrmals. So verhindern Sie, dass sich eingeschleppte Thripse unbemerkt im gesamten Gewächshaus ausbreiten.


Ein einfacher Tipp gegen Thripse: Kontrollieren Sie die Blätter und Blüten Ihrer Pflanzen regelmäßig. Die ersten Symptome werden leicht übersehen, sind aber gut erkennbar, wenn man weiß, worauf zu achten ist. Das Schadbild umfasst
Je früher Sie Fransenflügler erkennen, desto einfacher lassen sie sich mit biologischen Maßnahmen eindämmen. Gleichzeitig sinkt das Risiko, dass die Tiere Pflanzenviren übertragen.
Tipp: Thripse und Trauermücken lassen sich leicht unterscheiden. Trauermücken sehen kleinen schwarzen Fliegen ähnlich. Ihre Larven leben in feuchter Erde und schädigen die Wurzeln. Thripse sitzen dagegen auf Blättern und Blüten und verursachen dort die typischen silbrigen Saugschäden als Schadbild. Für die Früherkennung eignen sich Blautafeln, da Thripse deutlich stärker auf Blau als auf Gelb reagieren.
Ein gesundes Gewächshaus funktioniert wie ein eigenes kleines Ökosystem. Kräftige Pflanzen, eine gute Luftzirkulation und natürliche Gegenspieler sorgen dafür, dass einzelne Schädlinge selten zum Problem werden. Statt ständig eingreifen zu müssen, entsteht ein biologisches Gleichgewicht, in dem Pflanzen ihr volles Wachstumspotenzial entfalten können, Nützlinge sich wohlfühlen und Schädlinge es schwer. haben.
Zur Vorbeugung gehören:
Gewächshausprofile im Winter gründlich reinigen und desinfizieren
Blautafeln aushängen und regelmäßig kontrollieren
gezielt lüften und Hitzestaus vermeiden
den Boden mulchen, um die Verpuppung der Thripse zu erschweren
Wer optimale Bedingungen für gesunde Pflanzen schaffen möchte, findet in den hochwertigen Gewächshäusern von Hoklartherm ideale Voraussetzungen für ein ausgeglichenes Gewächshausklima, beispielsweise im Rundbogengewächshaus Arcus. Auch das Gewächshaus Bio-Top unterstützt mit seiner durchdachten Bauweise eine erfolgreiche und naturnahe Kulturführung.
Wenn Sie Thripse bekämpfen möchten, gilt als wichtigster Tipp: Je früher Sie handeln, desto größer ist der Erfolg biologischer Maßnahmen. Viele Hobbygärtner suchen nach „Thripse bekämpfen Hausmittel“ oder „Thripse bekämpfen chemisch“. Allerdings gilt: Hausmittel wie das Abduschen der Pflanzen, Neemöl oder Kaliseifenpräparate („Insektizidseife“) können den Befall zwar verringern, reichen allein jedoch selten aus. Chemische Pflanzenschutzmittel sollten nur eingesetzt werden, wenn biologische Maßnahmen wirklich nicht mehr ausreichen. Verwenden Sie sie immer genau entsprechend der Zulassung!
Gute Mittel gegen Thripse sind hingegen Nützlinge wie Raubmilben, die zu den Spinnentieren gehören, und Florfliegenlarven als Larven von Insekten. Doch was ist nun besser gegen Thripse: Raubmilben oder Florfliegenlarven?
Tipp: Raubmilben (Neoseiulus [= Amblyseius] cucumeris) eignen sich besonders bei einem frühen oder leichten Befall, da sie bevorzugt junge Thripslarven fressen. Florfliegenlarven kommen vor allem bei stärkerem Befall zum Einsatz und erbeuten neben Thripsen auch andere weiche Schädlinge.
Thripse gehören zu den häufigsten Schädlingen im Gewächshaus, lassen sich mit dem richtigen Vorgehen jedoch zuverlässig kontrollieren. Wer Thripse erkennen kann, das Gewächshausklima aktiv steuert und gezielt Nützlinge einsetzt, verhindert größere Schäden meist schon im Ansatz. So entsteht ein stabiles Gleichgewicht, in dem kräftige Pflanzen gedeihen und Schädlinge dauerhaft deutlich weniger Chancen haben – die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Ernte und dauerhaft gesunde Pflanzen.