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Richtig kompostieren von Rasenschnitt, Grüngut und Laub: So geht's

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aktualisiert: 9 February, 2024

Kompostieren – eine Definition

Im Chemie-Lexikon des Informationsportals www.chemie.de findet sich die folgende Definition von „Kompostieren“: „Unter Kompostierung oder Rotte versteht man die Zersetzung organischen Materials durch Kleinlebewesen. Das Endprodukt dieses Vorganges nennt man Kompost (lat. componere, zusammensetzen). (…) Im Gartenbau, in der Landwirtschaft und in der Abfallwirtschaft wird die Kompostierung gezielt eingesetzt, um organische Substanzen schnell und kontrolliert in Gartenerde umzuwandeln.“*

* https://www.chemie.de/lexikon/Kompostierung.html (Abruf 25.7.2023)

Was ist beim Kompostieren zu beachten?

Beim Kompostieren kommt es im Wesentlichen auf drei Dinge an:

1.    Auf das grundlegende Kompostierverfahren (Komposthaufen, Thermokomposter, Kompostieren im Hochbeet etc.),
2.    Auf die richtige Anlage des Komposts (Schichtung und Mischung) und
3.    Darauf, was überhaupt auf den Kompost darf und was nicht (Grüngut, Unkraut, Grasschnitt, Laub, Gartenabfall, Küchenabfälle …).

Küchenabfälle kompostieren

An Küchenabfällen lassen sich zunächst alle Grünabfälle hervorragend für den Kompost nutzen. Dazu gehören insbesondere Obst- und Gemüsereste (auch wenn nicht alle grün sind …). Idealerweise achten Sie darauf, dass mit dem Küchenabfall keine Schadstoffe auf den Komposthaufen gelangen, z.B. durch behandelte Zitrusfrüchte. Auf der Liste der gut kompostierbaren Küchenabfälle stehen auch Eierschalen, Kaffeefilter samt Kaffeesatz und Teebeutel ohne Metallklammern. Fleisch und Fisch, Knochen, Gräten, Käse, Wurst, gekochte oder gebackene Speisereste sowie Süßigkeiten dürfen hingegen auf keinen Fall auf den Kompost, da das Ratten und andere unerwünschte Mit-Esser anlockt. Bestimmte Speisebestandteile wie Salz mindern zudem die Kompostqualität.

Gemüsereste eignen sich sehr gut zur Kompostierung
Gemüsereste eignen sich sehr gut zur Kompostierung
Komposterde liefert Nährstoffe für den Boden
Komposterde liefert Nährstoffe für den Boden

Tipp: Ein „Kompost-Spezialist“ unter den Küchenabfällen ist Kaffeesatz. Er fördert den Verrottungsvorgang, reichert den Humus mit wertvollen Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium an und lockt darüber hinaus nützliche Würmer in den Komposthaufen.

Gras und Rasen kompostieren

Gras- bzw. Rasenschnitt muss samenfrei sein, bevor er auf den Kompost kommt. Sonst verteilen Sie später mit der Komposterde die Samen auch an Stellen, wo sie nicht hinsollen. Achten Sie darauf, dass der Grasschnitt nicht zu feucht ist, wenn Sie ihn auf den Kompost geben – sonst kann er faulen und unangenehm riechen. Falls Sie keine Möglichkeit haben, das Schnittgut vorher ein wenig trocknen zu lassen, mischen Sie es zum Kompostieren mit etwas trockenem Holzhäcksel oder mit trockenem Laub.

Tipp: Eine lockere Lage trockener Rasenschnitt auf dem Kompost schützt vor zu viel Sonnenwärme und isoliert gleichzeitig die darunterliegenden Kompost-Schichten. Die so entstehende Durchschnitts-Kompost-Temperatur von rund 18 °C ist ideal für Regenwürmer – willkommene Bewohner aller Komposthaufen.

Unkraut kompostieren

Will man Unkraut auf dem Kompost entsorgen, ist Aufmerksamkeit gefragt. Bestimmte Unkräuter können sich nämlich leicht über den fertigen Humus im Garten verbreiten. Zu den Unkräutern, die keinesfalls auf den Kompost gehören, zählen hartnäckige Wurzelunkräuter, insbesondere Quecke und Giersch. Auch Unkraut, das schon keimfähige Samen gebildet hat, sollten Sie nicht auf Ihren Kompost geben.

Tipp: Wenn man Gartenabfall kompostieren will, ist generell die „Aufmerksamkeitsregel“ zu beachten, denn nicht jedes Grüngut ist für den Kompost geeignet. Gartenabfälle, die zum Beispiel mit Fusarium-Pilzen oder Miniermotten befallen sind, gehören definitiv nicht auf den Komposthaufen.

Blätter und Laub kompostieren

Blätter von bestimmten Bäumen benötigen aufgrund eines hohen Gerbsäure-Anteils sehr lange für die Zersetzung. Das wirkt sich negativ auf den gesamten Kompost aus. Besser ist es, solches Laub getrennt auf einem eigenen Laub-Kompost zu kompostieren. Hier eine Liste der entsprechenden Bäume:

  • Buche
  • Eiche
  • Ginkgo
  • Pappel
  • Platane
  • Rosskastanie
  • Walnuss

Sehr gut geeignet für den „normalen“, gemischten Komposthaufen ist hingegen z.B. das Laub von Ahorn, Akazien, Birken, Eschen, Haselnussbäumen und -sträuchern, Obstbäumen, Ulmen, Vogelbeeren und Weiden.

Tipp: Je feiner geschnitten und je besser mit anderem Kompost vermischt, desto besser verrottet Laub auf dem Kompost. Im Herbst nehmen Sie Blätter darum am besten einfach mit dem Rasenmäher auf.

So können Sie das Kompostieren beschleunigen

Die Reaktionsgeschwindigkeit in einem Komposthaufen beschleunigt sich, je höher die Temperatur ist – sofern sie in einem physiologischen Rahmen von ca. 1 °C bis ca. 37 °C liegt. Diese Faustregel machen sich Thermokomposter zunutze. Sie sind besonders gut isoliert, sodass die Kompost-Temperatur höher ist als bei einem Komposthaufen, der frei im Garten steht.

Tipp: Auch Wurmkomposter beschleunigen den Kompostiervorgang, indem sie ein ideales Klima für Regenwürmer bieten. Die Regenwürmer sorgen für eine schnelle Zersetzung, ohne dass der Kompost umgesetzt werden muss. Vielleicht möchten Sie sogar Ihre Kompost-Würmer selber züchten? Dazu geben Ihnen unsere Garten-Fachleute hier wichtige Tipps!

Fazit: Richtig kompostieren im eigenen Garten

Beim richtigen Kompostieren im eigenen Garten ist vieles zu beachten. Wertvolle Informationen finden Sie hier auf den Seiten von Hoklartherm – denn als Gewächshaus-Profis mit jahrzehntelanger Erfahrung ist es uns wichtig, unsere Kunden auch mit zuverlässigem gärtnerischem Fachwissen zu versorgen. Dazu zum Abschluss noch ein echter Profi-Ratschlag zum Thema Kompostieren: Legen Sie Ihren Komposthaufen doch einfach im Gewächshaus an! Der Schutz durch das Gewächshaus erhöht die Kompost-Temperatur und fördert damit den Verrottungsprozess, und die natürliche Kompost-Wärme kommt wiederum den Pflanzen im Gewächshaus zugute. Bestens geeignet dafür sind Gewächshäuser mit großzügigem Platzangebot wie Bio-Top III oder Riga L/XL. Kleinere Gewächshäuser wie das Rundbogengewächshaus Arcus profitieren von einem Außen-Kompost oder auch einem Hochbeet-Kompost direkt nebenan. Wie praktisch, dass Sie die meisten Gewächshäuser von Hoklartherm in verschiedenen Abmessungen kaufen können – von Mini bis Maxi. Unsere Fachberater finden gerne mit Ihnen zusammen die für Sie optimale Lösung!

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