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Paprika anbauen – auf dem Balkon, im Topf und im Freiland

Gemüse-Paprika selber anbauen: Wärme ist unverzichtbar

Gemüse-Paprika liebt als (sub-)tropische Pflanze leichte und fruchtbare Erde, großzügige Wassergaben, Helligkeit und viel Wärme. Im Freiland lässt sich Paprika nur in wärmeren Regionen anbauen. Und was die Anzucht aus Samen angeht, so klappt sie nur im Haus oder im beheizten Gewächshaus (z.B. unserem Selbstbau-Modell „Livingten“ mit seinen thermisch getrennten Profilen).

Schon gewusst? Paprika und Chili gehören zur gleichen Pflanzenart (Capsicum annuum). Sie stammen aus Mittel- und Südamerika, wo einige Arten schon mehrere Tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung angebaut wurden. Durch Christoph Kolumbus kamen Pflanzen der Gattung Capsicum um 1500 n. Chr. nach Europa.

Steckbrief: Gemüse-Paprika

Wie groß wird eine Paprikapflanze?  Es gibt die verschiedensten Sorten – einige werden nur 40 cm hoch, andere bis zu 150 cm. Auch die Früchte werden unterschiedlich groß.

Worauf beruhen die unterschiedlichen Farben von Paprika? Grüne Paprika sind einfach nur unreife (aber äußerst genießbare!) Paprika. Wenn Sie Paprika anbauen, können Sie die Reifung der Früchte von Grün über Gelb, Orange bis hin zum saftigen Rot selbst beobachten. Manche Sorten nehmen eine fast schwarze Farbe an, bevor sie rot ausreifen, und es gibt auch veredelte, gestreifte Paprika.

Wie gesund sind Paprika? Sehr gesund! 100 g rote Paprika enthalten u.a. 140 mg Vitamin C, 55 g Folsäure und 530 µg Carotin, dazu wichtige Mineralstoffe wie z.B. 175 mg Kalium und 12 mg Magnesium. Das alles bei 0% Cholesterin, kaum Fett und nur 20 kcal oder 137 kJ. (Quelle: Heseker/Hekeser: Die Nährwerttabelle, Umschau-Verlag)

Freiland, Frühbeet, Topf – wo wächst Paprika am besten?

Ob im Topf auf dem Balkon, im Gartenbeet oder im Gewächshaus: Wenn Sie erfolgreich Paprika anbauen möchten, gönnen Sie Ihren Paprikapflanzen einen hellen und geschützten Standort mit ausreichend Platz. Ein Kübel auf dem lichtüberfluteten Balkon ist besser als ein kühler Freiland-Standort, ein sonnenbeschienenes Beet ist aber wiederum besser als ein Topf im windigen Schatten.
Neben der Helligkeit ist die Temperatur am wichtigsten: Paprikasamen benötigen zum Keimen mindestens 18–21 °C. Nach dem Keimen sollte es tagsüber über 18 °C, nachts über 16 °C warm sein. Sorgen Sie außerdem dafür, dass in der Blütezeit eine Mindesttemperatur von 19 °C garantiert ist. Sonst setzen die Paprikapflanzen gar nicht erst Blüten an.

Tipp: Wir empfehlen insgesamt den Paprika-Anbau unter Glas, weil das deutlich höhere Erträge ermöglicht (siehe unten).

Paprikasamen richtig säen

Säen Sie Ihre Paprikasamen in Schalen oder Pflanzkästen aus, indem Sie jeweils mehrere Samen auslegen und diese dünn mit Erde oder Sand überdecken. Der richtige Zeitpunkt dafür ist etwa 6 Wochen vor dem letzten zu erwartenden Frost, meist ab März. Je früher Sie mit der Aussaat starten, desto größer sind Ihre Chancen auf herrlich reife Paprika am Ende des Sommers. Wichtig: Nach dem Säen darf die Erde nicht mehr austrocknen.
Haben die Pflänzchen Blätter gebildet, an denen man sie vorsichtig greifen kann, pikieren Sie sie: Setzen Sie die jeweils kräftigste Nachwuchs-Paprika in einen 6–9 cm großen neuen Topf. Ist dann eine Wuchshöhe von 10–12 cm erreicht, dürfen die Pflanzen in 21–23 cm große Töpfe umziehen.

Wann pflanzt man Paprika in den Garten?

Falls Sie Ihre Paprika im Freiland anbauen möchten, müssen Sie sie zunächst abhärten. Das geschieht, indem Sie die jungen Paprikapflanzen tagsüber nach draußen stellen – natürlich erst, wenn es sicher keinen Frost mehr gibt.
In warmen Regionen können Sie Ihren Paprika ab Mitte Mai ganz ins Freiland oder ins Hochbeet setzen. Wenn Sie den Boden vorher durch Tunnels angewärmt haben, kann dies schon eine Woche nach dem letzten Frost geschehen. Geeignet sind außerdem Substratsäcke oder große Kübel.

 

Paprika anbauen im Gewächshaus – die ideale Lösung

Paprika ist optimal geeignet, um sie im Gewächshaus anzubauen. Nirgendwo anders – ob im Freiland, Frühbeet oder im Topf auf dem Balkon – sind die Wachstumsbedingungen so gut. Steht Ihnen ein regelrechtes Warmhaus wie unser Modell „Livingten“ zur Verfügung, können Sie selbst Aussaat und Anzucht im Gewächshaus erledigen. Für Modelle wie „Arcus“, „Riga“ oder „bio-top“ gilt: Aussaat und Anzucht im Haus, dann Umzug ins Gewächshaus. Die Vorteile beim Paprika-Anbau im Gewächshaus liegen auf der Hand:

  • Besser kontrollierbare, konstantere Temperaturen
  • Je nach Gewächshaus-Ausstattung automatische Bewässerung möglich
  • Kontrollierbare Besonnung (vor allem im Hochsommer)
  • Schutz vor Wind und Wetter
  • Früheres, schnelleres und intensiveres Wachstum
  • Frühere und üppigere Ernte

Wie pflegt man eine Paprikapflanze?

Die Ansprüche von Paprika ähneln denen von Tomaten, sie sind aber noch etwas empfindlicher:

  • Mindestabstand von 50 cm zwischen den Pflanzen einhalten – Paprika braucht viel Platz, um zu gedeihen!
  • Boden mit Hornspäne oder Biodünger anreichern
  • Regelmäßig und gründlich gießen, ohne die Blätter zu benetzen (bei Trockenheit fallen die Blütenknospen und Blätter oft ab!)
  • Sorgfältig jäten
  • Großzügig mulchen
  • Ab Beginn der Fruchtbildung alle 14 Tage einen flüssigen Tomaten-, Gemüse- oder Universaldünger geben, auch Brennnesseljauche ist möglich
  • Höhere Pflanzen mit Pflanzstäben stützen bzw. daran anbinden
  • Auf nicht zu intensive, zu direkte Sonneneinstrahlung achten

Tipp: Entfernen Sie die oberste Paprikablüte, die sich zwischen dem Haupttrieb und dem ersten Seitentrieb bildet. Das regt die Pflanze nachweislich zu einem besonders gesunden Wachstum an. Ob man Paprika hingegen ausgeizen sollte oder nicht, ist Ansichts- (oder Sorten-)Sache – manche Hobbygärtner schwören darauf, andere halten es für wertlos. 

Welches Gewächshaus für Ihren Paprika-Anbau?

Sie möchten Paprika anbauen und wissen noch nicht genau, wie und wo? Dann besuchen Sie doch einmal unsere große Ausstellung, in der Sie zahlreiche Ideen für Warmhäuser, Kalthäuser und andere Gewächshaus-Spezialitäten finden. Vielleicht kommt ja auch ein mobiles Balkon-Gewächshaus oder ein Tomatenhaus als „Paprikahaus“ für Sie infrage! Unsere erfahrenen Fachberater helfen Ihnen sehr gern bei der Auswahl.

Gewächshaus York
Gewächshaus York
Balkon-Gewächshaus Terra
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