Wie in jedem Jahr fallen die Eisheiligen auch 2026 auf die Tage 11. bis 15. Mai. Allerdings sind die Termine nicht in jedem Jahr bzw. in jedem Gebiet gleich passend, denn je nach geografischer Region und Höhenlage kann der Frost sich um bis zu zwei Wochen verschieben. Im Süden Deutschlands drohen Spätfröste oft erst Mitte Mai, während sie in nördlicheren Gebieten auch vor dem 11. Mai auftreten können. Wer sein Hochbeet vor Frost schützen will, sollte also am besten ab Anfang Mai die Wettervorhersage achten!
Die fünf Eisheiligen-Namen sind Mamertus (11. Mai), Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und die berüchtigte Kalte Sophie (15. Mai), alle benannt nach katholischen Heiligen aus dem 3. bis 5. Jahrhundert. Zwei verbreitete Bauernregeln zur Kalten Sophie umschreiben das Frost-Risiko dieser meteorologischen Singularität:
„Vor Bonifaz kein Sommer, nach Sophie kein Frost.“
„Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“
Regional gibt es aber erfahrungsbedingt durchaus auch unterschiedliche Bauernregeln zu den Eisheiligen.
Die Eisheiligen entstehen durch ein klassisches Wettermuster: Während Anfang Mai oft schon wärmere Luftmassen unser Klima angenehm frühlingshaft machen, dringt plötzlich noch einmal kalte Polarluft nach Europa vor. Wenn die kühlen Luftmassen auf den bereits erwärmten Boden treffen, strahlt die Erde ihre gespeicherte Wärme ab, um eine Gleichgewichtstemperatur zu finden. Dadurch kann nachts im Hochbeet Frost entstehen, obwohl die Tagestemperaturen bereits mild sind.
Tipp: In Deutschland ist das regionale Klima bekanntlich unterschiedlich. Achten Sie nicht nur auf die Wettervorhersage, sondern ganz besonders auch auf klare, windstille Nächte im Mai: Diese Bedingungen begünstigen nächtlichen Frost im Hochbeet und auch sonst im Garten. Ein bewölkter Himmel dagegen wirkt wie eine wärmende Decke, Frost ist unwahrscheinlicher. In manchen Jahren treten die Eisheiligen übrigens gar nicht auf.
Wann in welchen Teilen Deutschlands mit dem letzten Bodenfrost zu rechnen ist, können Sie auf einer interaktiven Frost-Karte beim Deutschen Wetterdienst nachschauen. https://dwd-geoportal.de/products/GRD_DEU_P1M_ZFUMI/ https://www.dwd.de/DE/leistungen/frostgang/frostgang.html))
Was geschieht eigentlich biologisch, wenn Tomaten, Paprika & Co. plötzlich Minusgraden ausgesetzt sind? Ganz einfach: Das Wasser in den Pflanzenzellen gefriert und dehnt sich aus. Die entstehenden Eiskristalle zerstören die Zellwände – ein unumkehrbarer Prozess. Die Pflanze kollabiert sozusagen von innen heraus. Nach dem Auftauen wirken die befallenen Blätter zunächst noch grün, doch innerhalb von Stunden oder Tagen verfärben sie sich schwarz oder braun. Die Pflanzengewebe werden matschig und faulig, die schönste Ernte ist dahin, bevor das Wachstumswunder im Hochbeet erst richtig begonnen hat. Je jünger Ihre Pflanzen übrigens sind, desto empfindlicher reagieren sie auf Frost. Gerade ausgetriebene Blätter sind deutlich anfälliger als weiter gediehene Pflanzenteile.
| Pflanze | Temparatur | Was passiert bei Frost? |
| Tomate | 0 bis -1°C | Welke Blätter, Pflanze stirbt meist ab |
| Gurke | +2 bis 0°C | Glasige Blätter, Wachstumsstopp |
| Salat | bis ca. -2°C | Welke Blätter, Verfärbungen an den Blattspitzen |
| Radieschen | bis ca. -3°C | Langsames Wachstum |
Ein Tipp vorab: Hochwertige Gewächshäuser und Hochbeete bzw. Frühbeete bieten nicht nur während der Eisheiligen den ultimativen Schutz. Wir von Hoklartherm denken daher nicht nur an langlebige, ästhetische Konstruktionen, sondern auch an das Innenleben unserer Hochbeete und sonstigen Modelle. Mit Hoklartherm dürfen Sie sicher sein, Ihre Pflanzen stets optimal vor den Eisheiligen oder anderen Herausforderungen schützen zu können. Ergänzend gibt es ein faszinierendes Prinzip, das professionelle Gärtnereien längst auch als Frostschutz nutzen: die thermische Masse. Darunter versteht man die Fähigkeit von Materialien, Wärmeenergie zu speichern bzw. zu erzeugen und wieder abzugeben. Dabei ist entscheidend: Nicht alle Materialien eignen sich gleich gut dafür.


Ein sehr guter Hochbeet-Frostschutz ist eine intelligente Hochbeet-Schichtung. Der Trick liegt darin, Materialien ins Hochbeet einzuarbeiten, die bei der Verrottung Wärme freisetzen. Bewährt hat sich zum Beispiel eine Schicht aus Mist oder frischem organischem Material (Kompost, Grasschnitt). Das Prinzip dahinter: Wenn diese Schicht durch die darin lebenden Mikroben zersetzt wird, entsteht Wärmenergie – eine natürliche Bodenheizung, die völlig kostenlos ist und das Hochbeet während der Eisheiligen vor Frost schützen kann. Die Verrottungswärme kann die Bodentemperatur um 5 bis 10 Grad Celsius erhöhen und über mehrere Wochen hinweg konstant halten. Im abgedeckten Frühbeet gilt das auch für die Lufttemperatur!
Tipp: Bauen Sie Ihr Hochbeet idealerweise im Herbst oder zeitigen Frühjahr auf, damit die Verrottungswärme bis zu den Eisheiligen im Mai vollständig aktiviert ist. Frischer Mist entwickelt seine maximale Wärmeleistung erst einige Wochen nach dem Einarbeiten. Denken Sie im Frühbeet oder im mit Folie abgedeckten Hochbeet daran, regelmäßig zu lüften.
Als thermische Masse dient – nicht im Hochbeet, aber im Gewächshaus – übrigens auch eine Bodenplatte als Fundament. Gewächshäuser mit Fundamentlösung wie Bio-Top, York oder Vario und viele andere speichern die Wärme tagsüber besser als Gewächshäuser, die direkt auf dem Boden stehen. Ein echter physikalischer Vorteil, wenn Sie Ihre Pflanzen während der Eisheiligen vor Frost schützen wollen.
Wenn die Eisheiligen sich ankündigen, ist schnelles Handeln gefragt. Hochbeete schützen Sie am wirkungsvollsten durch:
Tipp: Ohne Abdeckung können Sie Ihr Hochbeet nicht vor dem Frost der Eisheiligen schützen. Selbst wenn der Boden selbst Wärmereserven aufweist, wird die Lufttemperatur unmittelbar über den Pflanzen trotzdem unter Null sinken.
Sollte es dennoch zu Frostschäden kommen, versuchen Sie es mit diesem Trick: Gießen Sie die betroffenen Pflanzen am frühen Morgen mit lauwarmem Wasser. Dies verlangsamt das Auftauen und reduziert Zellschäden. Schneiden Sie beschädigte Pflanzenteile erst nach einer Woche zurück, wenn Sie das Ausmaß der Schäden klar erkennen können.
Praxistipp: Der Frühbeetaufsatz Günter von Hoklartherm kombiniert optimale Wärmespeicherung mit flexibler Belüftung – ideal als Schutz vor den Eisheiligen.
Wie wäre es, die Risiken der Eisheiligen ganz bequem durch sichere Anbaubedingungen zu ersetzen? Das geht zum Beispiel mit dem Holzhochbeet Woody von Hoklartherm, das die natürliche Wärmespeicherkapazität von Holz optimal ausnutzt. Unser Aluminium-Hochbeet besticht durch Langlebigkeit und Stabilität. Beide Hochbeete werden durch intelligente Schichtung zu gemütlichen Anzuchtorten, denen die Eisheiligen nichts anhaben können. Optimal ergänzt werden beide Hochbeete durch unseren cleveren Hoklartherm-Frühbeetaufsatz, der die Temperatur auch an den Eisheiligen – von Mamertus bis zur Kalten Sophie – stabil hält. Oder Sie entscheiden sich gleich für das platzsparende Balkongewächshaus Terra mit integrierter Frostschutz-Verglasung.


Wie Sie sehen, brauchen Ihnen die Eisheiligen keine Sorgen zu bereiten, denn wir von Hoklartherm stehen Ihnen auch in Sachen Frost und Frostschutz mit unserem gesamten Ingenieurs- und Gärtner-Fachwissen zur Seite. Mit einem intelligent konstruierten Hochbeet, kluger Schichtung zur Nutzung von Verrottungswärme, optimaler Materialwahl und gezielten Schutz- und Erste-Hilfe-Maßnahmen kultivieren Sie Ihre Lieblingsgemüsesorten unabhängig von Kälteeinbrüchen und anderen Wetterkapriolen. Unsere Hoklartherm-Systeme bieten Ihnen alles, was man dazu braucht: robuste Materialien, intelligente Wärmespeicherung durch Konstruktion und Bodenaufbau sowie die Flexibilität, Ihre Pflanzen genau dann zu schützen, wenn die Natur noch einmal zuschlägt. Damit die Eisheiligen keine Schreckenstage für Ihr Gemüse, Ihre Kräuter und Blumen mehr sind, sondern einfach nur noch eine statistisch interessante Kalenderwoche.
Tipp: Mit unserem digitalen Aussaat-Kalender finden Sie mit wenigen Klicks heraus, welche Pflanzen wann im Gewächshaus, Hochbeet oder im Freien gepflanzt werden, ohne durch Frost Schaden zu nehmen.