Gute Nachricht vorab:Salat oder andere Pflanzen,die von wenigen Blattläusen befallen sind,können Sie durchaus noch essen. Zuerst schütteln Sie die Blattläuse von der Pflanze. Dann spülen Sie sie gründlich unter fließendem Wasser ab. Prüfen Sie Ihre Ernte noch einmal genau,um sicherzustellen,dass keine Schäden oder Krankheiten vorhanden sind.
Auf jeden Fall etwas wirklich Urzeitliches,denn Blattläuse gibt es auf unserem Planeten schon seit rund 200 Millionen Jahren. Ungefähr 700 verschiedene Arten zählt man allein in Deutschland. Alle ernähren sich von Pflanzensaft,den sie mit ihren winzig kleinen Saugrüsseln aus den Wirtspflanzen ziehen. Dabei können sie sogar Virus-und Pilzkrankheiten auslösen. Viele Hobbygärtner versuchen,die genaue Art „ihrer“ Gewächshaus-Quälgeister mit Farben zu beschreiben:weiße Blattläuse,rote Blattläuse,gelbe Blattläuse,schwarze Blattläuse,grüne Blattläuse werden da meist genannt. Doch für die genaue Bestimmung hilft das nicht immer weiter,denn die Farben können selbst innerhalb einer Art changieren. Die Mittel gegen Blattläuse,die wir Ihnen in diesem Ratgeber vorstellen,helfen in jedem Fall,egal ob rot,weiß,schwarz,gelb,grün oder kariert.


Wie kommt es eigentlich,dass sich schon kurze Zeit nach der Sichtung der ersten Blattläuse im Gewächshaus ganze Kolonien auf dem Gemüse tummeln? Nun,das liegt an der Art und Weise,wie sich Blattläuse fortpflanzen:Bei der sogenannten Jungfernzeugung (Parthenogenese) bekommen die weiblichen Blattläuse ohne Befruchtung Nachwuchs – direkte Klone des Weibchens,die nicht aus Eiern entstehen. Pro Tag kann ein Weibchen ohne Beteiligung männlicher Blattläuse so mehrmals Nachwuchs bekommen.
Die allermeisten Blattlaus-Arten kombinieren die Parthogenese mit einer zweigeschlechtlichen Fortpflanzung. Dieser Lebenszyklus sieht so aus:
Die Vermehrung von Blattläusen kann reduziert werden,indem das Mikroklima optimiert wird. Grundlage dafür ist die richtige Gewächshaus-Belüftung. Sie bringt Ihren geliebten Pflanzen wichtigen Sauerstoff,reguliert die Luftfeuchtigkeit,reduziert Schädlings-und Krankheitsbefall (inklusive Blattläuse) und sorgt so für ein besseres Pflanzenwachstum und eine gesteigerte Ernte. Genau darum haben wir von Hoklartherm uns von Anfang an mit darum gekümmert,dass all unsere Gewächshaus-Modelle mit perfekten Lüftungsmöglichkeiten aufwarten – von der natürlichen Lüftung durch Fenster und Türen bis hin zu Ventilatoren oder automatischen Fensteröffnern mit Sensoren,die auch ohne Ihr Zutun für das ideale Klima sorgen. Auf diese Weise können Sie ganz einfach auch Blattläusen vorbeugen.


Tipp:Mehr zur richtigen Belüftung im Gewächshaus erfahren Sie im Ratgeber „Gewächshausbelüftung:Frische Luft für frische Pflanzen“.
Der erste Schritt beim Auftreten von Blattläusen ist die wiederholte Entfernung per Hand,mit einem harten Wasserstrahl oder einem Pinsel oder einer Bürste. Ökologischer geht es nicht! Wenn das keinen Erfolg hat,helfen die folgenden Mittel (grün=unsere Empfehlungen):
Oregano/Oreganosud:Antimikrobiell,schwache direkte Wirkung
Rapsöl:Erstickt Läuse durch Oberflächenfilm
Tipp:Welche Mengen an Nützlings-Larven Sie pro Quadratmeter Gewächshaus-Fläche benötigen,hängt von der Art der Nützlinge,der Stärke des Befalls mit Blattläusen,der Höhe des Gewächshauses und auch von der befallenen Pflanzensorte und-größe ab (leckere Speisen wie Gurken,Tomaten,Erdbeeren,Basilikum oder Salat;eingewinterter Oleander oder gar Cannabis?). Die meisten Hersteller geben Dosierungsempfehlungen auf den Verpackungen. Damit erzielen Sie die besten Erfolge beim Blattläuse-Bekämpfen.
Es gibt immer wieder Ratgeber, die chemische Mittel als „Hausmittel“ gegen Blattläuse empfehlen. Wir von Hoklartherm setzen lieber auf echte Hausmittel aus der Natur, wie wir sie oben vorschlagen. Der Vollständigkeit halber seien hier dennoch einige chemische Mittel genannt. Vermeiden Sie am besten …
Die bewährtesten Hausmittel gegen Blattläuse im Gewächshaus sind Nützlinge wie Schlupfwespen bzw. parasitische Wespen, Raubmilben oder Marienkäfer, Rapsöl, Neem bzw. Neemöl und Schmierseife (Kernseife, Gallseife, Spülmittel). Blattläusen vorbeugen können Sie am besten durch das richtige Gewächshausklima – so wie es die Gewächshäuser von Hoklartherm stets gewährleisten – sowie durch Begleitpflanzen wie Kapuzinerkresse und vorbeugende Stärkungsmittel wie Pflanzenjauchen. Mit diesen Mitteln gegen Blattläuse können Sie ohne Chemie die grünen, gelben, roten, weißen oder schwarzen Plagegeister von Ihrem Gewächshaus fernhalten und ganz nebenbei noch eine üppige Ernte fördern. Wir wünschen viel Spaß und guten Appetit!
Tipp: Wir von Hoklartherm bringen nicht nur jahrzehntelange technische Expertise + Design in unsere Gewächshäuser mit ein. Wir kümmern uns auch in jeder anderen Hinsicht darum, dass Sie die besten Anbauergebnisse genießen können. Stöbern Sie doch einmal auf unseren Ratgeber-Seiten.