Bewässerung im Gewächshaus: 5 Tipps, die Zeit und Wasser sparen

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Bewässerung im Gewächshaus: 5 Tipps, die Zeit und Wasser sparen

1. Automatische Bewässerung im Gewächshaus – so funktioniert’s

Während bei einer Rasenbewässerung meist eine Sprinkleranlage und eine Zeitschaltuhr ausreichend sind, müssen Sie die Bewässerung im Gewächshaus zwar vorab ausführlicher planen, profitieren aber im Nachhinein von deren Vorteilen. Schließlich sparen Sie sich mit einem automatischen Bewässerungssystem langfristig jede Menge Arbeit. Zudem profitieren Ihre Pflanzen von einem gesunden Wachstum, da der Boden konstant und gleichmäßig mit Feuchtigkeit versorgt wird. Es gibt unterschiedliche Bewässerungssysteme verschiedener Hersteller. Das Prinzip ist meist ähnlich und umfasst in der Regel einen Hauptschlauch, der an den Wasseranschluss entweder vom Gewächshaus selbst oder an den Außenhahn vom Wohnhaus angeschlossen wird, mehrere Nebenschläuche mit Sprühdüsen und Steckverbindungen. Weitere Wasserquellen können Brunnen und Zisternen sowie Regentonnen sein. Häufig sind die im Handel erhältlichen Bewässerungssysteme bereits mit einem Bewässerungscomputer oder einer digitalen Zeitschaltuhr ausgestattet.

2. Gewächshausbewässerung mit Regenwasser – natürlich gelöst

Wenn Sie über einen Wasseranschluss am Gewächshaus verfügen, können Sie diesen selbstverständlich nutzen. Allerdings ist ein Bewässerungssystem auch bei einem Gewächshaus ohne Wasseranschluss möglich. Hierfür greifen Sie auf die gute alte Regentonne oder einen großen Wassertank zurück und bewässern das Gewächshaus mit Regenwasser. Übrigens ist dieses ohnehin ideal geeignet, da es keinerlei Kalk enthält und zudem natürlich jede Menge Wasserkosten spart. Wenn Sie am Gewächshaus eine Dachrinne befestigen, können Sie das Regenwasser in den Auffangbehälter leiten, an welchen das automatische Bewässerungssystem fürs Gewächshaus angeschlossen ist.

Mit automatischen Bewässerungssystemen lassen sich auch große Gewächshäuser ganz einfach händeln
Mit automatischen Bewässerungssystemen lassen sich auch große Gewächshäuser ganz einfach händeln

3. Automatische Gewächshausbewässerung selbst bauen

Wenn Sie sich dafür entscheiden eine Gewächshausbewässerung zu kaufen, gibt es vollständige Systeme von unterschiedlichen Herstellern im Handel. Allerdings können Sie ein automatisches Bewässerungssystem fürs Gewächshaus relativ einfach selbst bauen. Für eine solche Tropfbewässerung im Gewächshaus beziehungsweise für eine Bewässerung mit Perlschlauch benötigen Sie lediglich ein wenig Zubehör:

  • - einen ausreichend langen Gartenschlauch
  • - einen Perl- oder Tropfschlauch
  • - Verbindungselemente für die Schläuche (T-Stücke)
  • - Draht
  • - einen Druckminderer
  • - Wasseranschluss oder Regentonne mit Tauchpumpe

Ausgehend von der Wasserquelle wird zunächst der Hauptschlauch gelegt. Auf Höhe der einzelnen Beete legen Sie dann die wasserdurchlässigen Tropf- oder Perlschläuche. Um das System zu verbinden, setzen Sie an den jeweiligen Abzweigungen ein entsprechendes T-Stück ein. Die Enden der Perlschläuche werden mittels Verschlussstopfen gut abgedichtet, damit das Wasser nicht einfach herausläuft, sondern wohldosiert über die kleinen Öffnungen abgegeben werden kann. Um die einzelnen Schläuche an Ort und Stelle zu halten, können Sie mit Hilfe des Drahtes U-förmige Bögen herstellen und damit den Schlauch im Boden fixieren.

Der Druckminderer sorgt dafür, dass das Wasser tatsächlich gut dosiert in kleinen Portionen abgegeben wird. Vor allem junge Pflanzen mögen dieses lieber als von einem harten Wasserschwall getroffen zu werden. Außerdem sparen Tropfschläuche Wasser, da der Boden gleichmäßig feucht gehalten wird. Wenn der Tropfschlauch richtig verlegt ist, lässt sich damit rund 70 Prozent an Gießwasser einsparen.

Aus optischen Aspekten können Sie die Schläuche unter einer Schicht Rindenmulch verschwinden lassen. Allerdings gibt es auch dunkelgraue oder sogar braune Schläuche für die Tropfbewässerung im Gewächshaus, so dass der Schlauch ohnehin kaum auffällt. Eine unterirdische Verlegung ist aufwendiger und empfiehlt sich bei Perl- oder Tropfschläuchen vor allem bei sehr feinen oder kalkhaltigen Böden aufgrund der Verstopfungsgefahr nicht.

Strom wird bei diesem selbstgebauten Bewässerungssystem fürs Gewächshaus lediglich für die Tauchpumpe benötigt. Wenn Sie über einen Wasseranschluss am Gewächshaus verfügen, ist die Bewässerung im Gewächshaus ohne Strom möglich. Sie müssen lediglich den Hahn aufdrehen – alles andere läuft automatisch.

Auch im Gewächshaus "bio-top" kann ein automatisches Bewässerungsystem hinzugefügt werden
Auch im Gewächshaus "bio-top" kann ein automatisches Bewässerungsystem hinzugefügt werden

4. Smart gelöst: automatische Gewächshausbewässerung per Computer

Wenn Sie die selbstgebaute Bewässerung im Gewächshaus vollständig aus der Hand geben möchten, schafft auch hier ein moderner Bewässerungscomputer Abhilfe. Ähnlich wie eine Zeitschaltuhr kümmert er sich darum, dass das Wasser zur gewünschten Zeit fließt. Der batterie- oder solarbetriebene Computer wird einfach zwischen Wasserhahn und Schlauch eingesetzt und steuert dann, wann und für wie lange das Wasser fließt. Mittels Sensor wird die Feuchtigkeit des Bodens gemessen und so die benötigte Gießdauer ermittelt. Auf diese Weise können Sie sicher sein, dass die Pflanzen im Gewächshaus nur bewässert werden, wenn sie es wirklich brauchen.

5. Timing ist alles: Bewässerung fürs Gewächshaus gezielt nutzen

Egal, ob Sie sich für ein selbstgebautes automatisches Bewässerungssystem für das Gewächshaus entschieden haben oder zu moderner Technik der gängigen Hersteller greifen: Damit sowohl Ihre Pflanzen als auch Ihr Portemonnaie bestmöglich von der Gewächshausbewässerung profitieren, sollten Sie das automatische Bewässerungssystem am besten dann nutzen, wenn die Sonne nicht gerade prall am Himmel steht, um die Wasserverdunstung möglichst niedrig zu halten. Idealweise bewässern Sie frühmorgens und gegen Abend. Wenn der Boden nämlich bereits sehr warm ist, verdampft ein Großteil des Wassers und Sie verbrauchen folglich mehr.

Tipp: Ziemlich simpel: Eine leere Wasserflasche wird zum schnell gemachten Bewässerungssystem fürs Gewächshaus. Einfach eine Flasche mit Wasser füllen und sie schnell umgedreht ins Erdreich stecken. Vor allem Tomaten, die Wasser von oben gar nicht leiden können, freuen sich darüber, wenn die Flasche nach und das Wasser an die Wurzeln abgibt. Übrigens ist dieses Mini-Bewässerungssystem ideal auch fürs kleine Tomatenhaus geeignet.